Alle Schüler und Schülerinnen durchlaufen ohne Sitzenbleiben 12 Schuljahre. Die Waldorfschulen haben mit der Auslese auch das übliche Zensurensystem abgeschafft. Die Zeugnisse bestehen aus möglichst detaillierten Charakterisierungen, die die Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage, das Bemühen in den einzelnen Fächern durchsichtig machen. Innerhalb der Waldorfschulzeit werden detaillierte schriftliche Charakterisierungen des Schülers und seiner Leistungen von jedem Lehrer und in jedem Fach gegeben, die einen genaueren Einblick in die Entwicklung und Befindlichkeit des Schülers geben. Formale Versetzungsentscheidungen und damit ein "Sitzen bleiben" gibt es nicht. In der Unter- und Mittelstufe wird das Zeugnis in der Regel durch einen sogenannten Zeugnisspruch ergänzt, den der Klassenlehrer individuell für jeden Schüler auswählt oder sogar selbst verfasst. In dem Spruch werden in künstlerischer Form die persönlichen Entwicklungsaufgaben bildhaft angesprochen.

In der Oberstufe werden in den höheren Klassen zur Orientierung Noten gegeben. Bei allen Abschlussqualifikationen werden Notenzeugnisse erstellt.

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